Hyper-V-Replikation

Bei Windows Server 2016 und Hyper-V Server 2016 wurden Neuerungen realisiert, welche besonders auch die Replikation betreffen. Virtuelle Server lassen sich im Bezug auf drei Hyper-V-Hosts nochmals verbessert replizieren. Die Synchronisation ist dabei ebenso auf einem erhöhten Kompetenzlevel. Beim Seminar „Upgrade your skills to MCSA Windows Server 2016“ werden Hyper-V Replikation genau erläutert. Es wird dabei auf die spezifischen Verbesserungen eingegangen und deren Vorteile umfassend erklärt, was eine besondere Erleichterung bezügliche der Anwendung mit sich bringen kann.

Hyper-V Replikation – Neuerungen

Seit der neuen Version ist es für Anwender möglich, zum Beispiel Server 1 mit Server 2 anzugleichen und daraufhin eine Synchronisierung zu Server 3 vorzunehmen. Die Reihenfolge ist dabei individuell durchführbar. Das heisst, die Replikation kann mit der neuen Version sozusagen als eine Art Serverkette angereiht werden. Ein besonderer Vorteil ist, dass neuerdings eine Replikation auf bis zu 15 Minuten erweiterbar ist und es zudem möglich ist, alle 30 Sekunden die Daten zwischen den Hosts zu replizieren. Mit der neuen Version wurde daher Gutes für den Anwendungskomfort getan. Replikationen können anhand eines Zeitplans und auch manuell durchgeführt werden. Die neue Version garantiert daher eine Hochverfügbarkeit und eine erhöhte Ausfallsicherheit. Die Hyper-V Replikation ist besonders sinnvoll, um Hyper-V-Hosts vor etwaigen Ausfällen zu schützen und ohne dabei einen Cluster in Betrieb zu nehmen. Praktischerweise sind für die Hyper-V Replikation keine Cluster und auch keine spezielle Hardware erforderlich.

Replikation-Aktivierung

Die Funktion ist standardmässig nicht aktiv. Das hat zur Bedeutung, dass das Feature für die Replikation für die einzelnen Hyper-V-Hosts zuerst aktiviert werden muss. Für die Aktivierung wird das Kontextmenü auf dem Quellserver des Servers geöffnet. Dabei wird festgelegt, auf welchen Hyper-V-Host der Server repliziert werden soll. Je nach Bedarf, kann zudem der Zeitplan und erweiterte Einstellungen vorgenommen werden. In den Hyper-V-Einstellungen „Replikationskonfiguration“ kann die Funktion, dass ein Hyper-V-Host zur Replikation verfügbar ist – passgenau eingestellt werden. Anzumerken ist, dass Hyper-V Replikation auch auf Servern mit Hyper-V Server 2012 R2/2016 verfügbar ist. Dabei kann die Verwaltung über den Hyper-V-Manager durchgeführt werden.

Mit und ohne Cluster arbeiten

Die Konfiguration der Hyper-V Replikation kann über die PowerShell, System Center Virtual Machine Manager und auch über den Hyper-V-Manager erfolgen. Als kleiner Hinweis gilt, die Einstellungen bestenfalls im Hyper-V-Manager durchzuführen. Sobald die replizierten Server eine aktuelle Kopie in Anspruch nehmen können, lassen sich diese online schalten, sollte ein Hyper-V-Host ausfallen. Die Anwender können dank der Speicherung der IP-Adresse, Servername und erweiterte Einstellungen prinzipiell bei einem Ausfall des Hyper-V-Hosts fast uneingeschränkt weiterarbeiten. Die erste Übertragung kann mit einem externen Datenträger vorgenommen werden. Die Replikation ist praktischerweise auch ohne Cluster rundum möglich. Allerdings kann die Replikation auch mit Cluster durchgeführt werden. Dabei kommt die Failovercluster-Verwaltung zum Einsatz. Die Anwendung von Hyper-V Replikation in einem Cluster ist daher optional möglich. Darauf zu achten ist, dass wenn Hyper-V Replikation mit Cluster genutzt werden soll, zusätzlich im Clustermanager ein Hyper-V Replica Broker erstellt werden muss.

Replikation mit ssL

Hyper-V Replikation kann je nach Nutzungsbedarf auch mit ssL angewendet werden. Dabei wird mit selbstsignierten Zertifizierungen oder mit internen Zertifizierungsstellen gearbeitet. In der lokalen Verwaltung der Zertifikate muss Active-Directory-Zertifikate auf einem Hyper-V-Host installiert werden. Die Zertifikate werden daraufhin für die Authentifizierung angewendet. Über „certlm.msc“ wird die Verwaltung der lokalen Zertifikate gestartet und die Einstellungen durchgeführt. Bei geskripteten Umgebungen ist es nützlich, die Zertifikate über die Befehlszeile zu erstellen. Bei der Registrierung der Zertifikate kann es sich um eine interne und auch um eine externe Zertifizierungsstelle handeln. Darauf zu achten ist, dass die Textdatei zuvor in „Textdatei replica.inf“ abgespeichert ist und die Anforderungen unter „Subject“ angepasst wurden. Mit diversen Kommandoeingaben und Verzeichniseingaben wird daraufhin die Zertifikatsanfrage durchgeführt. Bei Fehlermeldungen kann zudem mit der Option „-attrib“, „CertificateTemplate:Vorlage“ und mit der Erstellung einer CSR-Datei gearbeitet werden.

Bei dem Arbeiten mit selbstsignierten Zertifikaten, müssen dabei keine umfassende Verwaltungsmassnahmen der Zertifikate vorgenommen werden. Die Toolkits stehen von Microsoft dabei kostenlos bereit. Um Zertifikate erstellen zu können, wird das Tool „makecert.exe“ benötigt. Nach einer erfolgreichen Installation des Toolkits steht das Tool im Verzeichnis „C:\Programm Files (x86)\Windows Kits“ zur Verfügung. Um somit selbstsignierte Zertifikate erstellen zu können, muss makecert.exe auf die jeweiligen Server kopiert werden. Anhand von Befehlseingaben kann die Erstellung der Zertifikate durchgeführt werden.

Seminarinformationen

Der Sinn und Zweck von Hyper-V Replikation – und in Verbindung mit Windows Server 2016 – ist, dass bei einem eventuellen Ausfall eines Hyper-V-Hosts ein sogenannter Failover durchgeführt werden kann. Dabei wird im entsprechenden Hyper-V-Manager die Option „Replikation/Failover“ angewendet. Besonders für Unternehmen, welche mehrere Hyper-V-Hosts und jedoch keinen Cluster betreiben möchten, sind die Funktionsmöglichkeiten von Hyper-V Replikation interessant und lohnenswert. Die Einrichtung ist dabei relativ zügig abgeschlossen und bedarf keine umfangreiche Verwaltung. Bei dem Seminar „Upgrade your skills to MCSA Windows Server 2016“ werden fachgerechte Hinweise zur Einrichtung und auch zur Anwendung erteilt. Das Seminar zielt darauf ab, den Anwendern hilfreiche Tipps zur Hand zu geben und die Anwender-Kompetenzen zu erweitern.

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