Migration und Deployment

Um die Bereitstellung von Windows 10 umzusetzen, stellt Microsoft eine Vielzahl von Optionen bereit. Einige Möglichkeiten der Migration sind schon von den Vorgängerversionen bekannt. Es gibt hierbei jedoch Neuerungen, welche beim Seminar „Upgrade your skills to MCSA Windows Server 2016“ und im Bezug auf Windows Server 2016 vorgestellt werden. Ob per Windows ADK, Deployment Toolkit, USB-Stick oder Inplace Upgrade. Besonders vorteilhaft ist, dass sich sogar PCs mit Windows 7 direkt zu Windows 10 aktualisieren lassen.

Bereitstellung von Windows 10

Microsoft bietet den Unternehmen einige Möglichkeiten, um Windows 10 bereitstellen zu können. Die Werkzeuge – welche auch schon bereits von Windows 7 und Windows 8/8.1 bekannt sind – können ideal auch für die Bereitstellung von Windows 10 und in Verbindung von Windows Server 2016 genutzt werden. Die Werkzeuge „Microsoft Deployment Toolkit (MDT) 2013 Update 2“ und das „Windows Assessment und Deployment Kit (Windows ADK) für Windows 10“ sind bekannte Funktionen. Bereits bei den Vorgängerversionen war MDT ein bedeutendes Werkzeug für die Bereitstellung des Betriebssystems. Die neue Version von MDT wurde für die Bereitstellung von Windows 10 nochmals verbessert beziehungsweise spezialisiert. Bei der Installation können dabei alle Dateien auf den PC geladen werden, sodass nur einmal ein Download der Installationsdateien erfolgen muss. Die Installationsdateien können somit auf mehreren PCs angewendet werden. Windows 10 kann dahingehend auch auf virtuellen Festplatten installiert werden. Während der Installation muss dabei „Diskpart“ angewendet werden.

Windows ADK

Windows ADK ist mit einem neuen Feature ausgestattet und bietet eine grafische Oberfläche. Das Neuerungstool nennt sich „Designer für die Imageerstellung und Konfiguration (WICD)“. Mit diesem neuen Feature können WIM-Images erstellt werden. Diese sind aufbauend im Source-Verzeichnis unter install.wim der Installationsdateien von Windows 10 ersichtlich. Das Feature „Windows Imaging and Configuration Designer“ macht es möglich, Treiber und Programme in die Bereitstellung zu integrieren und Windows Store Apps auf dem PC anzuzeigen und die Einstellungen der Apps am Rechner anzupassen. Nach einer erfolgreichen Installation von Windows ADK sind die Tools im Startmenü zu finden und können dementsprechend angewendet werden. Weiterhin sind ebenso jene Features verfügbar, die auch in den Vorgängerversionen inbegriffen sind. Diese werden daher nur mit einer Aktualisierung erneuert. Die gesamten Features sind auch in einer Liste hinterlegt. Die Liste wird durch die Befehlseingabe „adksetup. /list“ angezeigt. Besonders zu empfehlen ist WICD in Verbindung mit SCCM und MDT.

WIM-Images anpassen

Um eine Datei verändern zu können, muss diese erst aus einer ISO/ESD-Datei extrahiert werden. Alternativ kann die Datei auch von einem Windows-10-Installationsdatenträger auf den PC kopiert werden. Über die Funktion „New desktop image customization“ muss „Windows Desktop WIM-based image“ angewählt werden. Somit lässt sich dann die vorbereitete Datei bearbeiten.

Windows 10-Aktivierung

Um Windows 10 zu aktivieren, muss ein Product-Key eingegeben werden.
Der Status der Windows-Aktivierung kann in den Eigenschaften „Dieser PC“ überprüft werden. In dieser Funktion kann auch der Product-Key geändert und eingegeben werden. Sollte es einmal zu Komplikationen bezüglich der Aktivierung kommen, so kann die Aktivierung auch manuell über die Befehlszeile und der Anwendung der Administratorrechte vorgenommen werden. Dabei sollte das Tool „slui“ geöffnet werden, in dem ein neuer Produktschlüssel eingegeben werden kann. Unter der Eingabe von „slui 4“ werden Aktivierungshotlines angezeigt, sollte eine Online-Aktivierung nicht möglich sein. Der Aktivierungsstatus ist unter der Eingabe von dem Befehl slmgr.vbs /dli ersichtlich. Unter „slui 3“ kann zudem ein neuer Produktschlüssel eingegeben werden. Es muss berücksichtig werden, dass bezüglich der Eingabeaufforderungen und der Befehlseingaben Administratorrechte vorliegen müssen.

Ältere Programme und Windows 10

Es ist nicht immer gewährleistet, dass ältere Programme auf einem neuen Betriebsystem ebenfalls voll funktionstüchtig laufen. Allerdings hat Microsoft Windows 10 mit Specials ausgestattet, um gegebenenfalls auch ältere Programme anwenden zu können. Dabei stehen den Anwendern sogenannte Zusatztools zur Verfügung. Ein besonderes Special ist es, die Kompatibilität einzustellen. Das heisst, Applikationen werden unter den Bedingungen einer älteren Windows-Version gestartet. Dabei können spezielle Einstellungen vorgenommen werden, um auch mit Programmen von Vorgängerversionen auf Windows 10 zu arbeiten. Des weiteren kann die Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention – DEP) deaktiviert oder das Programm von der Durchführung ausgenommen werden. Eine aktivierte DEP kann besonders bei älteren Programmen zu Schwierigkeiten beim Start der Programme führen. Es ist aber anzumerken, dass Systemoptimierungsprogramme, Firewall und auch Virenscanner grundsätzlich immer bezüglich der Windows-Version klassifiziert sein müssen.

Windows 10-Builds

Microsoft hat Windows 10 mit einem Assistenten ausgestattet, um ältere Windows 10-Builds wiederherstellen zu können. Über das Startmenü und „Einstellungen / Update und Sicherheit“ kann die Verwaltung von Windows-Updates und Insider Previews vorgenommen werden. Unter dem Menüpunkt „erweiterte Optionen“ lassen sich explizite Einstellungen bezüglich der Updates durchführen.

Information zum Seminar

Die Neuerungen von Windows 10 und deren Migration sind Inhalt des Seminars „Upgrade your skills to MCSA Windows Server 2016“. Den Seminarteilnehmern werden die neuen Funktionen ausführlich erklärt und die Teilnehmer erhalten somit einen erweiterten Einblick in die neue Technologie von Microsoft und deren Einsatzbereiche.

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